| Grundlagen der Statistik enthält Materialien verschiedener Vorlesungen und Kurse von H. Lohninger zur Statistik, Datenanalyse und Chemometrie .....mehr dazu. |

Home Multivariate Daten Modellbildung Neuronale Netze Neuronale Netzwerke - Extrapolation |
||
| See also: Generalisierung und Overtraining, Extrapolation | ||
Neuronale Netze und ExtrapolationNeuronale Netze weisen - im Vergleich zu linearen
Approximationsmethoden - einen großen Nachteil auf: Sie können nicht
extrapolieren. Das ist darauf zurückzuführen, dass ein neuronales Netzwerk fast
jede beliebige Funktion durch Anpassung seiner Parameter an die vorgegebenen
Trainingsdaten darstellen kann. Für Bereiche des Variablenraums, für die es
keine Trainingsdaten gibt, ist das Ergebnis des neuronalen Netzwerks
unzuverlässig. ![]() Grundsätzlich ist der Datenraum, der durch trainierte neuronale Netzwerke verarbeitet werden kann, in zwei Bereiche unterteilt: (1) Der Bereich, wo die Datendichte der Trainingsmenge größer als null ist und (2) alle anderen Teile des Datenraumes, wo die Dichte der Trainingsdaten null (oder beinahe null) ist. Für unbekannte Datenpunkte, die in den ersten Bereich fallen, kann man von einer Interpolation sprechen; alle anderen Punkte müssen durch Extrapolation geschätzt werden. ![]()
Das folgende Beispiel zeigt das Antwortverhalten neuronaler Netzwerke
unter Extrapolationsbedingungen. Um die Erstellung des Netzwerkes zu
vereinfachen, betrachten wir nur eindimensionale Eingabedaten, die im
Zusammenhang mit einer einzelnen abhängigen Variablen stehen. Die
Trainingsdaten sind im unteren Teil der nachfolgenden Grafik dargestellt.
Die Anwendung von 15 trainierten Netzwerken auf die unbekannten Daten resultiert
in Charakteristika, die in Bereichen mit verfügbaren Daten konsistent sind,
während an anderen Stellen willkürliche Outputs produziert werden. ![]()
|
||