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Optimierungsmethoden Brute-Force-Ansatz
Ein sehr einfacher Ansatz zur Optimierung, der aber eine beträchtliche
Rechnerleistung erfordert, ist die Brute-Force-Methode, bei der alle
möglichen Ergebnisse berechnet werden und danach entschieden
wird, welches das beste ist. Diese Methode ist nur auf kleine Probleme
anwendbar (in Bezug auf die Dimensionalität des Phasenraums), da die Zahl der
möglichen Zustände des Systems exponentiell mit der Zahl der Dimensionen steigt.
Im Fall von kontinuierlichen Prädiktorvariablen ist die Zahl der Zustände
unendlich. Trotz dieser Nachteile haben Brute-Force-Methoden einige Vorzüge: Sie
sind einfach zu implementieren und im Fall von diskreten Systemen werden alle
möglichen Zustände überprüft.
Aus diesem Grund werden Brute-Force-Methoden oft als Referenzmethoden zur
Berechnung der Anzahl der Zustände oder zur Berechnung der Zahl der
Rechenschritte, die notwendig sind, um ein Optimum mit der Wahrscheinlichkeit
von 100% zu finden, eingesetzt. Sie können dazu verwendet werden, den Aufwand
der Problemlösung abzuschätzen.
Die Implementierung von Brute-Force-Algorithmen ist einfach. Man muss
lediglich alle möglichen Zustände des Systems ausprobieren. Wenn dies nicht
möglich ist, weil das System durch kontinuierliche Variablen beschrieben
wird, sollte man alle Möglichkeiten entsprechend einer bestimmten
Definition oder Genauigkeit für jede Variable ausprobieren.
Beispiel:
Nehmen Sie an, es gibt ein System, das durch 3 kontinuierliche Variablen
kontrolliert wird: x1 bis x3. Wenn x1 und x3 eine Auflösung von 200 Intervallen
benötigen und x2 in 1000 Schritte unterteilt werden muss, ist die Anzahl der
Berechnungen bei einem Brute-Force-Ansatz: 200 x 1000 x 200 = 40.000.000.
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